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Olympia 2008: Die Aussichten für China im Boxen

Boxen ist seit dem Jahre 1920 durchgehend eine Olympiasportart. Es gehört somit zu den ältesten Sportarten bei Olympischen Spielen. In China dagegen war Boxen bisher eine kleine Nummer.

Eins – Das ist die Anzahl der Medaillen, die China in der Olympiageschichte im Boxen gewonnen hat. Eins – Das ist auch die Anzahl der Titel im Boxen, die China außerhalb der Olympischen Spiele je gewonnen hat. Im Jahre 2004 hat das Halbfliegengewicht Zou bei der Olympiade in Athen die Bronzemedaille gewonnen. Die Boxerin Zhang Xiyan holte Chinas ersten Boxtitel im April 2006 durch einen Sieg über Alicia Ashley aus den USA. Mehr Namen oder Ereignisse sind nicht nennenswert. Dass China im Boxen in Zukunft mehr erreichen will, ist also klar.

Schauen wir uns eine weit größere Zahl an: 1,3 Milliarden Menschen. So viele Einwohner hat China. Allein schon wegen dieser großen Zahl hat kein Land mehr sportliches Potential als China. Durch das enorme volkswirtschaftliche Wachstum in den letzten beiden Jahrzehnten hat die Regierung nun viel mehr finanzielle Möglichkeiten, die jungen Talente professionell und intensiv zu fördern. Es passt außerdem zur sozialistischen Tradition eines Landes, durch sportliche Höchstleistung das Ansehen in der Welt zu verbessern.

Schon im Jahre 2004 in Athen hat China den dritten Platz belegt, wenn man die Gesamtzahl der Medaillen betrachetet. Nach Goldmedaillen sogar den zweiten Platz. Dieser Erfolg gab allen Sportlern im Lande einen neuen Schub, der dadurch noch enorm verstärkt wird, dass die Olympischen Spiele 2008 in Beijing stattfinden werden. Vier Jahre nach Athen sind die Aussichten für China also sehr hoch – auch im Boxen erwarten Experten einige Medaillen.

Alles in Allem ist es verwunderlich, dass China bisher so wenig erfolgreich im Boxen war, ist es doch berühmt für eine lange Tradition in Kampfsportarten, zum Beispiel Kung Fu. Da China jedoch in vielen Sportarten, in denen sie traditionell nicht erfolgreich sind, Hilfe durch erfahrene Trainer aus dem Ausland holt, wird es wohl auch im Boxen nur eine Frage der Zeit sein, bis chinesische Boxer „die Welt erobern“. Die Frage ist, ob eine Nation, die den Basketballstar Yao Ming produziert hat, auch einen zukünftigen Muhammad Ali hervorbringen kann.

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