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Chinas Beitritt in die WTO

China war 1948 Gründungsmitglied des GATT. Nachdem die Volksrepublik jedoch ein Jahr später wieder aus dem GATT austrat, erlangte sie erst im Jahre 1982 den so genannten “Beobachterstatus“ im GATT. 1986 war ein Antrag, die Mitgliedschaft im GATT wieder aufleben zu lassen, erfolglos. Ebenso wenig gelang es der Volksrepublik China, Gründungsmitglied der WTO zu werden und sie musste somit Verhandlungen über einen Beitritt als neues Mitglied aufnehmen.

Der Begriff GATT stammt aus dem englischen und bedeutet "General Agreement on Tariffs and Trade". Unter anderen wurden darin folgende Ziele festgelegt: Erhöhung des Lebensstandards, ständige Steigerung des Realeinkommens und der Nachfrage, Verwirklichung von Vollbeschäftigung und eine generelle Steigerung der Produktion. Um die Ziele auch tatsächlich erreichen zu können, wurden Regeln festgelegt, wie zum Beispiel der Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen. Das GATT gilt als einer der wichtigsten Bestandteile der heutigen WTO.

Um Mitglied zu werden, muss ein Land die Zustimmung von mindestens 2/3 aller WTO-Mitglieder erreichen. Die Bedingungen werden in bilateralen Verhandlungen mit einer Arbeitsgruppe aus interessierten Ländern ausgehandelt. Die Verhandlungen im Falle Chinas mit 37 interessierten Ländern zogen sich über 8 Jahre hin. Am wichtigsten waren dabei die Verträge mit den USA und der Europäischen Union. Als letztes Land gelangte schließlich Mexiko zu einer Übereinkunft mit China. Die Forderungen der WTO-Mitglieder an China betrafen den Abbau von Import- und Exportzöllen, Lockerung der Beschränkungen für ausländische Firmen auf dem chinesischen Markt, Abbau der Benachteiligung von ausländischen Firmen gegenüber Staatsfirmen bzw. Firmen mit staatlichen Investitionen, sowie die Schaffung von Rechtssicherheit im Rahmen der WTO-Bestimmungen.

Seit 2001 ist die Volksrepublik China nun Mitglied in der Welthandelsorganisation.

Aufgrund der Größe Chinas und der potenziellen wirtschaftlichen Stärke, die sich schon  jetzt recht gut abschätzen lässt, beurteilen Experten die Rolle Chinas für den gesamten Weltmarkt als sehr bedeutsam.

Der Beitritt zur WTO bedeutet aus volkswirtschaftlicher Sicht also eine große Herausforderung für alle Mitglieder der Organisation, sowie für die Volksrepublik China selbst. Nach dem Beitritt Chinas zur WTO gab es eine Vielzahl von Klagen gegen die Volksrepublik, vor allem wegen Preis-Dumping. Ein Siebtel aller Anti-Dumping-Klagen sind auf China zurück zu führen. Fast alle Klagen stammen dabei von Wettbewerbern, die sich durch die niedrigen Preise ernsthafter Gefahr ausgesetzt sehen.

Doch auch die für die inländischen, chinesischen Unternehmen können die steigenden Importgeschäfte eine Bedrohung darstellen. So kam es auch von Seiten chinesischer Unternehmen zu Klagen gegen ausländische Wettbewerber.

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