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Olympia 2008: Die Aussichten für China im Radfahren

Nachdem das „moderne“ Fahrrad, so wie wir es heute kennen, im Jahre 1885 von J.K. Starley of England erfunden wurde, war die Sportart Radfahren bei den Olympischen Spielen gleich von Beginn an dabei und ist somit seit 1896 olympisch. Bei Olympia 2008 in Beijing wird Radfahren in vier verschiedene Disziplinen unterteilt: „Bahn“, „Straße“, „Mountainbiking“ und „BMX“.

Davon sind Radfahren auf der Straße und Mountainbiking wohl am bekanntesten. Radfahren auf der Straße ist die Disziplin, die seit 1896 zu den Spielen gehört. Damals wurde der Wettbewerb auf der Marathon-Strecke ausgetragen. Die Fahrer mussten zwei Runden, also insgesamt 87 Kilometer zurücklegen. Erst 1984 bekamen auch Frauen die Chance, bei den Olympischen Spielen auf dem Fahrrad gegeneinander anzutreten. In der Disziplin „Straße“ gibt es ein Distanz- und ein Zeitfahren. Die Männer müssen 239, die Frauen 120 Kilometer fahren. Beim Zeitfahren starten die Fahrer in 90-Sekunden Abständen und müssen dann 46 (Männer) bzw. 31 km (Frauen) zurücklegen.

Als zweitälteste Raddisziplin gibt es bei den Olympischen Spielen seit 1996 (Atlanta) das Mountainbiking. Frauen legen 30 – 40, Männer zwischen 40 und 50 Kilometer zurück. Die genaue Entfernung wird abhängig vom Wetter am Abend vor dem Wettbewerb festgelegt. Sie wird so gewählt, dass die besten Athleten in ca. 2 Std. das Ziel erreichen können. In der Regel legen die Frauen dabei fünf bis sechs und die Männer sechs bis sieben Runden zurück.

Schon vor längerer Zeit, aber erst regelmäßig seit den Olympischen Spielen in Sydney im Jahre 2000, ist das Fahren in der „Bahn“ am Start. Dabei haben die Fahrer wenig Abwechslung – es geht auf einer kurzen ovalen Strecke, im sog. „Velodrom“ (Radstadion) bei einem Winkel von 42° immer im Kreis.

Um auch junge Abenteurer für die Olympischen Spiele zu interessieren, ist ab Olympia 2008 auch „Bicycle Moto Cross“ (BMX) eine Disziplin. Ende der 60er Jahre in Kalifornien erfunden, erfreut sich der Sport heute größter Beliebtheit. Nachdem im Jahre 1982 zum ersten Mal eine Weltmeisterschaft stattfand, wurde BMX 1993 offiziell in die International Cycling Union (UCI) aufgenommen. Ausgetragen wird der BMX Wettbewerb auf einer ca. 350 Meter langen Strecke, die voll von Sprüngen, überhöhten Kurven und anderen Hindernissen ist.

China ist schon seit langem als das „Land der Fahrräder“ bekannt. Trotz der Zunahme der Autos auf den Straßen der Großstädte Chinas scheint die Zahl der Fahrräder nicht weniger zu werden. Da Quantität aber nicht auch gleich Qualität bedeutet, hat China bei den Fahrradwettbewerben der Olympischen Spiele bisher nicht viel erreicht.

Im Jahre 2000 gewann China in Sydney die erste Medaille im Radfahren überhaupt: Bronze. 2004 konnte Jiang Yonghua dann eine Silbermedaille „erfahren“. Geht diese Reihe ihren logischen Lauf, so ist zumindest mit einer Goldmedaille bei den Sommerspielen 2008 zu rechnen.  Aber wie auch in anderen Sportarten scheinen die chinesischen Athleten ständig Fortschritte zu machen. So hat China im Jahr 2006 einen Sprung vom 20. auf den 12. Rang des internationalen BMX-Rankings geschafft.

Bei den Sommerspielen 2008 in Beijing werden Fahrradwettbewerbe vom 9. bis zum 23. August im „Laoshan Velodrome“, „Laoshan Mountainbike Course“, „Laoshan BMX field“ und im “Urban cycling road course” stattfinden. Der Laoshan Mountainbike Course, auf dem im November 2005 schon US Präsident George W. Bush zusammen mit den chinesischen Topathleten unterwegs war, wird zu Beginn des Jahres 2008 fertiggestellt sein.

Eine Liste über alle chinesischen Medaillen-Gewinner im Radfahren seit 1984:

Athen 2004:
Jiang Yonghua (500m Zeitfahren, W, Silber)  

Sydney 2000:
Jiang Cuihua (500m Zeitfahren, W, Bronze)

Atlanta 1996: Keine Medaillen
Barcelona 1992: Keine Medaillen
Seoul 1988: Keine Medaillen
Los Angeles 1984: Keine Medaillen

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