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Chinesisch lernen und Praktikum in China

Handeln in China

In China muss man sich ständig dessen bewusst sein, dass sich nahezu alles auf Verhandlungsbasis abspielt. Dies umfasst alles von Kleidungsstücken über tägliche Nahrungsmittel bis hin zu Souvenirartikeln.

Allerdings gilt dies nicht für Supermärkte oder Kaufhäuser, in denen feste Preise ausgezeichet sind, wie in den gewöhnlichen alltäglichen Supermarktketten. Zu handeln versuchen kann man aber immer. Man findet schnell heraus, ob es möglich ist oder nicht; außerdem sieht man ja, ob die anderen Kunden auch handeln oder nicht.

Beim Handeln gilt, dass man sich stets im Klaren darüber sein muss, wie viel Geld man für eine bestimmte Sache höchstens ausgeben will. Dazu lohnt es sich auch, vorher Informationen über den Gegenstand, den man “erhandeln” möchte, einzuholen. Dann kann es losgehen mit der Preisschlacht.

Chinesen, zumindest diejenigen chinesischen Verkäufer, mit denen ich zu tun hatte, sind alle ziemlich aggressiv zur Sache gegangen. Sie -vor allem sind es weibliche Verkäufer- nennen -wie erwartet- einen viel zu hohen Preis und scheinen auf den ersten Blick auch nicht davon heruntergehen zu wollen. Nun ist beim Käufer Feingefühl gefragt; man sollte in jedem Fall sehr viel tiefer anfangen, als der zuvor eigens ausgemachte Preis liegt.

Dann ist es Zeit, mit dem Verkäufer in ein heftiges Gefecht zu treten. Man erntet dabei von ihm Unmut und Unverständnis, in manchen Kaufhäusern wie dem Silk Market südlich des Botschaftsviertels (Peking) muss man sogar mit Beschimpfungen rechnen, die, wenn man es zum ersten mal erlebt, schockieren können. Neben dem am-Arm-Ziehen-und-dich-nicht-gehen-lassen-Wollen wird man angeschrien mit Argumenten in der Art von “Don´t cheat me, your price is joking price etc.”.

Davon darf man sich aber nicht beirren lassen, man sollte vielmehr auf der gleichen Ebene entgegentreten. Langsam geht der Verkäufer dann von seinem Angebot herunter und man selbst geht beim eigenen Preis nach oben, eben bis man sich in einer für den Kunden akzeptablen Mitte trifft.

Die Handelsdauer für ein einziges T-Shirt kann durch das ewige Hin und Her und die vielen eingebrachten und mehr oder weniger überzeugenden Diskussionsargumente schon mal 15 Minuten betragen.

Gelangt man aber zu keiner Einigung oder ist der Preis schlicht zu hoch und die Verkäuferin mag nicht weiter heruntergehen -das findet man schnell heraus, dann werden sie nämlich stur, packen das Teil, um das es geht, und schmeißen es in irgendeine Ecke-, so sollte man sich überlegen, ob der zuletzt genannte Preis für einen nicht doch in Frage kommt und das Ding einfach kauft oder man lässt sie einfach stehen und geht weiter. In vielen Fällen rufen sie einem nach fünf Metern hinterher und geben sich geschlagen. Ist der Kauf einmal zugesagt, zeigen sie sich so nett und freundlich wie nie zuvor.

Anders kann es zum Beispiel auf kleineren Märkten zugehen. Die Verhandlung findet meist nicht so aggressiv statt und geht auch sehr schnell. Beim Fahrradkauf fängt der Verkäufer zum Beispiel bei 300 Yuan an, man selbst will höchstens 250 zahlen und sagt deshalb 220, der Verkäufer lacht einen erst kurz aus und kontert dann mit 270 und schließlich einigt man sich auf 260. Damit sollten alle befriedigt sein. Auf alltäglichen Obstmärkten geht das Handeln nach meiner Erfahrung sogar noch schneller, ist einem die Melone zu teuer, kann man fragen, ob es noch ein paar Lychee dazu gibt und gibt sich damit dann zufrieden.

Allgemein gilt, dass man als Ausländer gerne mal übers Ohr gehauen wird. Verkäufer versuchen einem Ware teurer zu verkaufen oder ihr einen Wert zuzuschreiben, der total utopisch ist. Daher sollte man seine Gutgläubigkeit eher zu Hause lassen.

Ebenso kann es ziemlich teuer werden, wenn man ständig damit beschäftigt ist, den angesagten Preis von Yuan in Euro umzurechnen. Dann findet man nämlich, dass die Ware im eigenen Land doch viel teurer wäre und man deshalb jetzt sofort zugreifen sollte, auch wenn der Preis für chinesische Verhältnisse völlig überhöht ist. Man sollte in diesem Fall versuchen, sich den landesüblichen Gegebenheiten gut anzupassen.

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