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Geschichte Shanghais

In vielen Berichten über Shanghai ist zu lesen, Shanghai sei bis zum 1. Opiumkrieg 1842 nur ein kleines Fischerdorf gewesen. Aber bereits zu dieser Zeit war Shanghai eine für damalige Verhältnisse große Stadt. Bereits vor 7000 Jahren gab es die ersten Siedlungen in der Gegend um Shanghai, erwähnt wurde die Stadt erstmals im 10. Jahrhundert. n. Chr. Bereits im 16.Jahrhundert bekam Shanghai eine Stadtmauer als Schutz vor Piraten. Die Bedeutung als Hafen wuchs langsam und ab Mitte des 17. Jahrhunderts hatte Shanghai bereits über 200.000 Einwohner.

Die Entwicklung zur Metropole mit Weltbedeutung begann jedoch erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts, nach den Opium-Kriegen und unter europäischem Einfluss. Die Stadt wurde auf dem Handel mit Seide, Tee und Opium von den westlichen Kolonialmächten aufgebaut. Shanghai wurde zum Inbegriff für Sünde und Korruption mit seinen zahllosen Opiumhöhlen, Spielhöllen und Bordellen. In Shanghai entstanden Bezirke, in denen die Ausländer von der chinesischen Welt und auch von den chinesischen Gesetzen unbehelligt unter sich leben konnten. Noch heute kann man in Shanghai z.B. das ehemalige französische Viertel besichtigen und einen guten Eindruck vom Einfluss der europäischen Kultur erhalten.

In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Shanghai als Ursprungsort für viele Modernisierungsbewegungen bekannt, die von gebildeten Chinesen, die westliche Ideen in sich aufgenommen hatten, gegründet wurden. Shanghai war auch der Ursprung der 30. Mai-Bewegung von 1925 und vor allem auf Grund dieser Bewegung gründet sich sein Ruf als Keim vieler Modernisierungsbemühungen bzw. regierungskritischer Bewegungen.

Ein großer Einschnitt in der chinesischen Geschichte war die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas in Shanghai 1921. Unter den Gründungsmitgliedern war auch Mao Zedong, der aber in den ersten Jahren keine entscheidende Rolle in der Partei gespielt hat.

Der große europäische Einfluss und die Opiumhöhlen verschwanden erst 1949 nach der Besetzung durch die Volksbefreiungsarmee. Die Stellung als Wirtschaftsmetropole ging verloren, erst recht während der Kulturrevolution und der Quasi-Isolierung Chinas vom Ausland bis in die 70er Jahre.

Seine Stellung als Weltmetropole erhielt Shanghai nach dem Einleiten der Reform- und Öffnungspolitik durch Deng Xiaoping nach dem Tode Maos zurück. Vor allem ab den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Shanghai als das Wirtschaftszentrum Chinas ausgebaut und konnte anderen Zentren wie Guangzhou (Kanton) und Hongkong den Rang ablaufen.

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